Flucht vor den Schulterklopfern. Es geht alles zu schnell für den technisch hoch beschlagenen Mittelfeldspieler aus Russland, der mit 19 Jahren in Diensten von Borussia Dortmund Champions-League-Sieger (1997) und im Jahr 2000 zum SC Freiburg abgeschoben wird. ,,Du bist das größte Talent, mit dem ich je gearbeitet habe“ soll BVB-Coach Nevio Scala dem Russen zugeflüstert haben. In Freiburg versucht Butt einen Neuanfang.\n\nEr gilt als Lebemann, aber Volker Finke schafft es im ersten Jahr (2000/01), ihn wieder auf Kurs zu bringen.
Zwölf Torbeteiligungen in 24 Spielen sind Buts beste Leistung in einer einzelnen Saison in der Bundesliga. Doch der Russe, dem aus Dortmunder Zeiten der Ruf eines Quertreibers vorauseilt, verzettelt sich auch in Freiburg.\n\n2003 wird sein Vertrag nicht mehr verlängert, But landet in der Vereinslosigkeit, scheitert mit dem Comebackversuch in Hannover und strandet schließlich 2010 bei OFI Kreta. ,,Es ist nie gut für die persönliche Entwicklung, in so jungen Jahren aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen zu werden“, sagt Freiburgs Trainerlegende Volker Finke über ihn, ,,und die vielen Schulterklopfer, die dir die ganze Zeit sagen, wie toll du bist, tun ihr Übriges.“