Stocker gibt seinem neuen Coach von Anfang an freie Hand. „Ich sage Ihnen: Mir gefällt das, wie Sie das machen“, so sein „Persil-Schein“, „und machen Sie es so, wie Sie es wollen, ich stärke Ihnen den Rücken.“ Das tut er, bis es nicht mehr anders geht. Im Oktober 2006 steht der SC Freiburg in der 2. Bundesliga auf einem Abstiegsplatz.\n\nDie Opposition gegen Finke – im Verein und in der Stadt – macht mobil gegen den Querdenker, dem sie eigentlich ein Denkmal bauen müssten.
In Freiburg spielen sich nie gekannte Tribünen-Pöbeleien gegen Mannschaft und Trainer ab. Stocker muss handeln.\n\nEr trifft die vielleicht schwerste Entscheidung seiner Karriere: Finke muss am Saisonende 2006/07 gehen. Nach toller Rückrunde mit nur zwei Niederlagen verpasst er auf Rang 4 knapp die Bundesliga-Rückkehr.