Verträgt Freiburg keine Stars? Im vierten Jahr in der Bundesliga ist 1996/97 beim SC Freiburg nichts mehr so wie es mal war. Mit den beiden Ex-Münchnern Dieter Frey und Michael Sternkopf, dem früheren, von Manchester City geholten, Gladbacher Nationalspieler Michael Frontzeck und Stephan Marasek von Rapid Wien hat man erstmals ,,richtige“ Stars geholt.
Das geht schief. ,,Finke hatte Pech mit seinen Neuzugängen“, bilanziert der Kicker nach Saisonende in „Finale“, ,,zudem schaffte er es nicht, das Potenzial aller Spieler zu bündeln. Statt wie früher die Mannschaft als höchsten Wert darzustellen, bekamen einige Spieler Sonderrechte. Diese wollten dann andere auch und so kam es zum Bruch der Philosophie.“ Dass die Bundesliga-Kuckucksuhren in Freiburg nicht anders gehen als anderswo, zeigt sich erstmals im Herbst 1996. Nach schwachem Saisonstart und nur einem Sieg aus sechs Spielen machen die Finke-Gegner mobil.
Nach einem weiteren verlorenen Heimspiel muss Volker Finke unter Polizeischutz und in einem schweren Mercedes aus dem Stadion gebracht werden. Draußen fliegen die Bierbecher und die Feuerzeuge, es gibt hässliche Jagdszenen – Freiburg goes wild!