Tragisch
Jörg Berger:Jörg Berger ist in der DDR ein angesehener Fußballtrainer, der – so heißt es - irgendwann als Nachfolger von Georg Buschner die Nationalmannschaft übernehmen soll. Als Trainer der Nachwuchs-Auswahlmannschaft der DDR nutzt er im Jahr 1979 ein Spiel in Jugoslawien, um in den Westen zu flüchten. Dort übernimmt er im gleichen Jahr den SV Darmstadt 98 in der 2. Bundesliga - als Cheftrainer. Jörg Berger ist von 1986 – 1988 auch Trainer beim SC Freiburg. Als DDR-Flüchtling ist er der Bedrohung seines Lebens ausgesetzt, die von der Stasi im Westen organisiert wird. So überlebt er Mitte der 1980-er Jahre, während er Trainer von Hessen Kassel ist, einen Giftanschlag. Gewissheit über weitere Mordanschläge erhält er nach der Wiedervereinigung bei Durchsicht seiner Stasiakten. 2002 legt Berger als Trainer von Alemannia Aachen wegen einer Operation (Darmtumor) eine längere Pause ein. 2005 unterzieht er sich erneut einer Operation (Lebermetastasen), eine weitere Chemotherapie folgt im November 2008. Am 23. Juni 2010 erliegt Jörg Berger den Folgen seines Krebsleidens.
Marcus Sorg:Marcus Sorg ist Ende Dezember 2011 der Erste. Der erste Trainer, der vom SC Freiburg, damals Letzter in der Tabelle, in der Bundesliga entlassen wird. In Freiburg ist eine Trainerentlassung eine Art von Sensation. Der Tabellenletzte muss feststellen, dass interne Beförderungen nicht immer zum Erfolg führen. Trotzdem setzt der Verein auf die nächste interne Lösung. Sorgs Assistent übernimmt den Job. Pech für Sorg, Glück für den SC Freiburg: der Assistent ist Christian Streich.
Das Pokalfinale 2022 im Elfmeterschießen gegen Leipzig verloren – es war die größte Chance auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte, und sie endete in Herzschmerz. Freiburg hatte über 120 Minuten mitgehalten, war ebenbürtig, aber im Elfmeterschießen fehlte das Glück. Für einen Verein, der sich alles erarbeiten muss, war die Niederlage besonders bitter.
