Kapitel 04

Für die Lover

Wichtige Triumphe und große Erfolge
3 Min. LesezeitAktualisiert: März 2026
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Der größte Erfolg: Der größte Erfolg – Stand Dezember 2019 - gelingt dem SC Freiburg in der Saison 2012/13 unter Trainer Christian Streich. Auf Rang 5 in der Bundesliga erreichen die Breisgauer bei ihrer dritten Europacup-Teilnahme nach 1995 und 2001 erstmals eine Gruppenphase in einem europäischen Wettbewerb. Mit sechs Punkten und nur einem Sieg gegen Slovan Bratislava (2:1) muss sich Freiburg am Ende des Kalenderjahres 2013 allerdings mit dem dritten Platz und dem „Aus“ in der Gruppenphase hinter den Slowaken aus Bratislava und dem späteren Sieger FC Sevilla begnügen. UEFA-Pokal Teilnahme: Am Ende der Spielzeit 1994/95 stehen Rang drei und die erste Teilnahme am UEFA-Pokal.

Rekordsiege: Rekordsiege in der Bundesliga glücken dem SC bis Abschluss der Hinrunde 2019/20 in Heimspielen gegen Hansa Rostock (17.4.1999) und VfL Bochum (9.12.2000) – jeweils mit 5:0. Der höchste Heimsieg im bezahlten Fußball gelingt in der Saison 1991/92. Am 5. Spieltag bezwingen die Breisgauer Rot-Weiss Erfurt mit 6:0. Der höchste Auswärtssieg datiert auf die Spielzeit 1997/98. In der 2. Bundesliga gewinnt das Team am 25. Spieltag der Saison 1997/98 in Meppen mit 5:0.

Die meisten Siege in einer Saison: 27 Siege schafft der SCF in der Zweitliga-Saison 1992/93.

Die längste Sieges-Serie: In der Saison 2015/16 sieht der SC Freiburg in acht Spielen hintereinander vom 22. bis zum 29. Spieltag in der 2. Bundesliga.

Die längste Serie an nicht verlorenen Spielen: 13 Spiele ungeschlagen bleibt der SCF in der Spielzeit 2006/07 in der 2. Bundesliga vom 17. bis zum 29. Spieltag. Genauso lange ungeschlagen bleibt man vom 35. bis zum 38. Spieltag der Saison 1981/82 und vom 1. bis zum 9. Spieltag der Folgesaison.

Harry Decheiver Alain Sutter SC Freiburg Sieg FC Bayern 1996
Harry Decheiver (r.) und Alain Sutter (l.) jubeln am 09.03.1996 beim Sieg gegen den FC Bayern. Foto: Imago Images/Pressefoto Baumann

Die legendären Siege gegen die Bayern: Die Spiele gegen den FC Bayern München stellen schon allein wegen der ewig jungen Konstellation „David gegen Goliath“ – die Großkopferten aus München gegen die Sparsamen aus Freiburg – vom Start weg ein Highlight in der Bundesliga-Geschichte des SC Freiburg dar. Die Heim-Premiere gegen die großen Bayern gewinnen die Breisgauer am 27. November 1993 sensationell mit 3:1. SC-Stürmer Uwe Wassmer, 1988/89 auf Schalke durchgefallen, erzielt alle drei Tore. Am 24. August 1994 versetzt Freiburg ganz Fußball-Deutschland in Erstaunen. Mit 5:1, in Worten: Fünf zu Eins, schießen sie das Star-Ensemble von Trainer-Maestro Giovanni Trapattoni aus dem Dreisamstadion. „Wir haben die Bayern an diesem Tag, man mag es kaum aussprechen, an die Wand gespielt“, erinnert sich SC-Legende Jens Todt 2014 an diese „Sternstunde für Freiburgs Fußball“ (RAN SAT1-Fußball – Das Bundesligabuch).

„Über Freiburg lacht die Sonne… über Nürnberg die ganze Welt“: „Wenn man es realistisch einschätzt, müsste schon ein größeres Wunder geschehen, wenn man vom Klassenerhalt reden will“, sagt Volker Finke mit norddeutschem Understatement nach dem 0:1 der Freiburger gegen den Abstiegs-Konkurrenten Dynamo Dresden am 31. Spieltag der Saison 1993/94. Vier Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer, damals bedeutet das zwei Siege. Dieses „größere Wunder“ tritt tatsächlich ein. Ein fulminantes 4:0 beim großen Nachbarn VfB Stuttgart und ein 1:0 gegen den VfB Leipzig am 33. Spieltag halten den SCF im Spiel. Dann kommt Duisburg. Mit 2:0 gewinnen die Breisgauer beim MSV und erhalten zudem Schützenhilfe aus dem Pott. Der BVB schießt sich mit 4:1 gegen Freiburgs Konkurrenten 1. FC Nürnberg in den UEFA-Cup und sorgt an der Wedau, wo 8.000 Freiburger angereist sind, für unglaubliche Jubelszenen, der Klassenerhalt ist perfekt. „Über Freiburg lacht die Sonne, über Nürnberg die ganze Welt“, entrollt ein Fan auf der Tartanbahn in Duisburg ein Transparent, das er zuvor wohl unter dem Prinzip „Papierkorb“ gebastelt hat…

Freiburg legt eine Schneeschippe drauf: In der Saison 2017/18 liefert der SC Freiburg die größte Aufholjagd seiner Liga-Geschichte. Starker Schneefall lässt die Partie beim 1. FC Köln am 10. Dezember 2017 mit reichlich Verspätung beginnen. Die Kölner scheinen besser aufgewärmt zu sein und führen zur Pause mit 3:1. Dann aber legt der SC Freiburg eine Schneeschippe drauf und gewinnt in der Nachspielzeit durch das dritte Tor des Freiburger Rekordschützen im Oberhaus, Nils Petersen, noch mit 4:3.

Aus der Reihe „Mach’s nochmal“… nageln die Freiburger am 9. März 1996 den FC Bayern München noch einmal an die Wand: 3:1 bei winterlichen Temperaturen, doch den SCF-Fans wird warm ums Herz. Zwei der drei Treffer erzielt ein Stürmer, der anfangs in Freiburg mit seiner unkonventionellen Art richtig gut reinpasst: Harry Decheiver. „Ich hatte mit Co-Trainer Achim Sarstedt um 50 Mark gewettet, dass ich ein Tor schieße“, erzählt der Holländer anschließend bei SAT 1, „am Ende waren es zwei.“ Damit qualifiziert er sich für höhere Aufgaben, bei Borussia Dortmund kommt er aber 1997/98 nicht annähernd so gut klar und nur zu acht Bundesligaeinsätzen.

Trainerentlassung? Eher nicht! Wanderer, suchst Du das Trainerparadies, komm nach Freiburg. Nach allen Bundesligaabstiegen des SCF (1997, 2002, 2005 und 2016) darf der Trainer bleiben. Volker Finke wird diese seltene Ehre dreimal zuteil, auch Christian Streich profitiert weiterhin von den speziellen Freiburger Verhältnissen.

Die Streich-Ära erreichte zwischen 2020 und 2024 ihren Höhepunkt. Der SC qualifizierte sich für die Europa League, erreichte das DFB-Pokal-Finale 2022 und spielte zeitweise um die Champions-League-Plätze mit. Alles mit einem Bruchteil des Budgets der Konkurrenz – Freiburg bewies, dass Philosophie und Kontinuität mehr wert sein können als Millionen.

Alle Kapitel: 01. Prolog 02. Good to Know 03. Für die Hater 04. Für die Lover 05. Schlüsselfiguren 06. Personae Non Gratae 07. Tragisch 08. OMG — Oh My God 09. Fun Facts 10. Special Moments 11. Weise Worte 12. Steckbrief [Annex]
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